Forschungsprämie 2018

18.01.2018

Die Forschungsprämie wurde mit 01.01.2018 auf 14% erhöht. Ein Zeitpunkt über die effiziente Ausnützung dieser Steuerbegünstigung nachzudenken.

Die Forschung im steuerrechtlichen Sinn wird in §108c EStG und der dazu ergangenen Verordnung definiert. Zudem ist auch die Frascati-Definition heranzuziehen. Unter Forschung im Sinne der Forschungsprämie fallen daher:

  • Neuentwicklungen, zB Prototypen oder Pilotanlagen
  • Neu- und Weiterentwicklungen von Produkten
  • Neu- und Weiterentwicklungen von Produktionsverfahren
  • Experimentelle Entwicklung

Auch fehlgeschlagene Forschung und Entwicklung ist grundsätzlich förderfähig. Zu beachten ist, dass die steuerliche Prämienbegünstigung sowohl die eigenbetriebliche Forschung als auch in Auftrag gegebene Forschung (sog. Auftragsforschung) umfasst, wodurch sich jedoch unterschiedliche Förderbestimmungen ergeben.

Eigenbetriebliche Forschung und Auftragsforschung

Die eigenbetriebliche Forschung und experimentelle Entwicklung muss in einem inländischen Betrieb oder einer inländischen Betriebsstätte durchgeführt werden. Zusätzlich muss ein Gutachten der FFG beantragt werden.

Prämienbegünstigt sind die in der Verordnung taxativ aufgezählten Aufwendungen. Darunter fallen:

  • Personalaufwendungen für in Forschung und experimenteller Entwicklung Beschäftigte,
  • unmittelbare Ausgaben und unmittelbare Investitionen, soweit sie nachhaltig Forschung und experimenteller Entwicklung dienen oder
  • Finanzierungsaufwendungen und Verwaltungskosten, soweit sie der Forschung und experimentellen Entwicklung zuzuordnen sind

Bei der Auftragsforschung muss der Auftragnehmer unter anderem seinen Sitz im EU/EWR-Raum haben und sich mit Forschungsaufgaben und experimentellen Entwicklungsaufgaben befassen (wie etwa ein Universitätsinstitut). Im Gegensatz zur eigenbetrieblichen Forschung ist die Forschungsprämie bei Auftragsforschung nur für Aufwendungen in Höhe von höchstens € 1 Mio. pro Wirtschaftsjahr zulässig. Anstelle des Gutachtens der FFG hat der Steuerpflichtige jedes in Auftrag gegebene Forschungsprojekt zu beschreiben und den Auftragnehmer bekannt zu geben.

Abwicklung des Prämienantrags

Die Geltendmachung der Forschungsprämie erfolgt durch eine Antragstellung nach Ablauf des Wirtschaftsjahres an das zuständige Finanzamt im Rahmen der Steuererklärung. Die Anforderung des Gutachtens der FFG erfolgt vorab über den elektronischen Zugang zur Finanzverwaltung (FinanzOnline) und unterliegt strengen Formalvorgaben. Das Gutachten der FFG wird dann automatisch an das Finanzamt und an den Antragsteller übermittelt.

Bei Vorliegen sämtlicher Voraussetzungen wird die Forschungsprämie dem Abgabenkonto gutgeschrieben, wobei die Prämie keine Betriebseinnahme darstellt und somit zu keiner Steuerpflicht führt.

Gutachten der FFG

Im Antrag an die FFG dürfen maximal 20 Projekte oder Schwerpunktthemen mit einer Länge von jeweils maximal 3000 Zeichen beschrieben werden. Die FFG befindet darüber, ob die eigenbetrieblichen Forschungsaktivitäten im Sinne der steuerlichen Bestimmungen begünstigte Forschung und experimentelle Entwicklung darstellen und beurteilt, ob die inhaltlichen Voraussetzungen zur Inanspruchnahme einer Forschungsprämie erfüllt sind.

Das Finanzamt stellt fest, ob die eingereichten Aufwendungen den rechtlichen Vorgaben entsprechend berechnet sind. Die FFG.

Tipps zur Forschungsprämie

Im Rahmen von Betriebsprüfungen durch die Finanzämter werden vermehrt umfangreiche Beschreibungen der Forschungsvorhaben verlangt, die weit über die knappen 3.000 Zeichen des Antrags an die FFG hinausgehen. Eine professionelle Vorgangsweise kann hier zu mehr Sicherheit führen:

Erstellen Sie zuerst eine umfangreiche und inhaltliche Beschreibung der jeweiligen Forschungsvorhaben und entwickeln erst dann aus diesen Beschreibungen in weiterer Folge den Text mit maximal 3.000 Zeichen für den Antrag. Dadurch ist die von der Finanzverwaltung geforderte Dokumentation einerseits vorhanden und andererseits konsistent mit dem Antrag.

Weiters lohnt es sich, Aktivitäten außerhalb der klassischen F&E-Abteilungen zu analysieren. Auch bei Kundenaufträgen können im Rahmen der Implementierung und Inbetriebnahme neuer Produkte nicht unerhebliche Entwicklungsaktivitäten vorgenommen werden, die jedoch oft – aufgrund der vorliegenden Rechnungswesen- und Kostenrechnungssysteme – nicht als solche definiert oder erkannt werden.

Kundenstimme

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BOKU Wien

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