Säumniszuschlag und Fälligkeit

Werden Abgaben nicht spätestens am Fälligkeitstag entrichtet, tritt mit Ablauf dieses Tages die Verpflichtung zur Entrichtung eines Säumniszuschlages in Höhe von 2% ein.

Dies gilt jedoch nur bei Einzahlung mit Erlagschein auf dem Postamt. Werden Steuern durch Banküberweisung auf das Konto des Finanzamtes entrichtet, so bleibt eine Verspätung ohne Rechtsfolgen, wenn die Gutschrift auf dem Konto des Finanzamtes noch innerhalb der sogenannten Respirofrist von drei Tagen nach dem Fälligkeitstag erfolgt. In den Lauf der dreitägigen Frist sind Samstage, Sonntage und gesetzliche Feiertage nicht einzurechnen.

Nebengebühren bis € 50,- (Bagatellgrenze) werden nicht erhoben, somit verursachen verspätete Zahlungen bis € 2.500,- keinen Säumniszuschlag.

Säumniszuschläge werden mit Bescheid vorgeschrieben und sind mit Rechtsmittel (Beschwerde) bekämpfbar, wenn die Vorschreibung ungerechtfertigt erfolgt ist. Ist die Vorschreibung grundsätzlich gerechtfertigt, so kann der Steuerpflichtige beantragen, dass der Säumniszuschlag herabgesetzt oder nachgesehen wird, wenn er nachweist oder glaubhaft machen kann, dass ihn an der Säumnis kein grobes Verschulden trifft.