Aktive Bilanzpolitik vor Jahresende

Durch gezielte Maßnahmen können Unternehmen ihr Bilanzbild und damit ihre Bonität insbesondere gegenüber Lieferanten, Kunden, Investoren und Kreditinstituten verbessern. Im Zusammenhang mit Banken ist zu beachten, dass eine erhöhte Eigenkapitalquote zu einer geringeren Zinsbelastung führen kann.

Optimierung des Forderungsmanagements

Durch verschiedene Maßnahmen im Bereich des Forderungsmanagements kann eine erhebliche Verbesserung des Bilanzbildes erreicht werden. Dazu zählt etwa die zeitgerechte Fakturierung von bereits erbrachten Lieferungen oder Leistungen. Damit erhöht sich zunächst die Liquidität im Unternehmen. Diese erhöhte Liquidität wird zur Rückzahlung von Verbindlichkeiten genutzt, womit sich die Summe des Fremdkapitals reduziert.
Das nunmehr verringerte Fremdkapital reduziert zugleich das Gesamtkapital und führt somit bei einem gleichbleibenden nominellen Eigenkapital zu einem Anstieg der Eigenkapitalquote (= Eigenkapital im Verhältnis zum Gesamtkapital). Das führt dazu, dass die Eigenkapitalsituation der Gesellschaft verbessert wird und damit die Zinskosten gesenkt werden.
Auch durch eine Verbesserung des Mahnwesens im Unternehmen können offene Forderungen zeitgerecht eingetrieben und damit wiederum ein Anstieg der Liquidität erreicht werden.

Operating-Leasing oder Finanzierungsleasing?

Die Erhöhung der Eigenkapitalquote kann auch durch den Abschluss von Operating-Leasing-Verträgen anstelle von Finanzierungs-Leasing-Vereinbarungen erreicht werden. Da es sich beim Finanzierungsleasing aus wirtschaftlicher Sicht in der Regel bereits um einen „Ratenkauf“ handelt, ist das Leasinggut beim Leasingnehmer in der Bilanz aktivseitig zu aktivieren. Auf der Passivseite ist korrespondierend eine Leasingverbindlichkeit einzustellen. Durch diese „neue“ Verbindlichkeit wird das Fremdkapital in Summe erhöht und damit einhergehend die Eigenkapitalquote gesenkt. Durch den Abschluss von operativen Leasingverträgen können die negativen Auswirkungen auf die Eigenkapitalquote vermieden werden.

Keine Bildung von Aufwandsrückstellungen

Aufwandsrückstellungen werden für Aufwendungen gebildet, die dem gegenwärtigen oder einem früheren Geschäftsjahr zuzuordnen und am Bilanzstichtag wahrscheinlich oder sicher, allerdings betreffend Höhe oder Zeitpunkt des Eintritts unbestimmt, sind. Die Bildung von Aufwandsrückstellungen ist aus steuerlicher Sicht nicht zulässig, aus unternehmensrechtlicher Sicht jedoch teilweise verpflichtend. Soweit es den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung entspricht, könnte von ihrer Bildung jedoch Abstand genommen werden. Durch reduzierte Rückstellungen, die in der Bilanz auf der Passivseite erfasst werden, verringert sich neben dem Fremdkapital zugleich auch das Gesamtkapital. Daraus resultiert - bei gleichbleibenden nominellen Eigenkapital - wiederum ein Anstieg der Eigenkapitalquote.

Kontakt

MOORE STEPHENS City Treuhand GmbH
A-1015 Wien, Österreich, Kärntner Ring 5-7
+43 1 531 74  |  office[at]msct.at
A-3500 Krems, Hafnerplatz 12
+43 2732 847 50  |  office.krems[at]msct.at

 

MOORE STEPHENS Informatik GmbH 
A-1015 Wien, Österreich, Kärntner Ring 5-7/601
+43 1 890 1340  |  office[at]msinfo.at
Internet: www.msinfo.at 

Kundenstimme

“Knowledgeable, transparent, concise with an ability to communicate complex tax and financial issues clearly are a few of the factors that make Michael Dessulemoustier-Bovekercke an exceptional advisor. Having first been introduced to him whilst going through a demerger in our law-firm, Michael has not only helped resolve that issue but over a period of approximately 10 years has also provided invaluable guidance in financial planning which has helped us achieve a level of financial security being the basis for our long-lasting success in the market.”

Nikolaus Vavrovsky
Vavrovsky Heine Marth Rechtsanwälte

Kundenstimme

„Als Unternehmer brauche ich verlässliche Partner, mit denen ich auf Augenhöhe kommunizieren und auf deren Rat ich mich verlassen kann. Moore Stephens City Treuhand bietet mir diese Sicherheit und persönliche Betreuung seit vielen Jahren.“

Heinz Nusser
Nusser & Partner GmbH

Kundenstimme

"MSCT Wien ist langjähriger Partner im Bereich der Förderprüfung an der BOKU. Auch im neuen H2020 setzt die BOKU auf MSCT als FLC Prüfer, deren fundiertes Know-How eine hohe Validität in SLC Prüfungen begründet. Auch abseits von vorgeschriebenen Prüfungshandlungen auditiert MSCT upon-demand an der BOKU seit Jahren die Gemeinkostenrechnung entlang eines zertifizierten Prüfpfades."

Michael Hein
BOKU Wien

Kundenstimme

"An der Zusammenarbeit mit MSCT schätzen wir, im Projektcontrolling und –support an der TU Wien, die sehr zielorientierte Herangehensweise an unsere Problemstellungen, die generelle Zuverlässigkeit in der Zusammenarbeit und die hohe fachliche Kompetenz der Mitarbeiter.“

Eldina Halvadzija
TU Wien

Kundenstimme

„Moore Stephens City Treuhand ist seit vielen Jahren ein verlässlicher Partner in allen Bereichen der Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung für unsere Unternehmensgruppe. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit, die Top-Qualifikation der Mitarbeiter  und die außerordentlich hohe Lösungsorientierung unserer Ansprechpartner  bilden für uns die Basis der langfristigen Zusammenarbeit mit Moore Stephens City Treuhand. Wir fühlen uns in der komplexen Welt der Steuer- und Prüfungsthemen exzellent bei unserem Partner aufgehoben und betreut." 

Wolfgang Wahlmüller
ÖSW AG