Anstellung versus Werkvertrag bei Ärzten – Unterschiedliche Abgabenbelastung

Für die Entscheidung ob ein Arzt im Rahmen einer Anstellung oder eines Werkvertrages tätig sein soll, sind auch die unterschiedlichen Einkunftsarten, Gewinnermittlungen und Abgabenbelastungen zu beachten.

Aus der Sicht des Arbeitgebers/Vertretenen

 

Anstellung

 

Werkvertrag

Abgabenbelastung

Der Arbeitgeber hat, dieselbe Abgabenbelastung zu tragen, wie für alle anderen angestellten Mitarbeiter der Ordination:

· Lohnsteuer und Dienstnehmer­anteil der Sozial­versicherung

· Dienstgeber­anteil der Sozial­versicherung (21,38 %),

· Dienstgeberbeitrag (3,9 %),

· Kommunal­steuer (3 %)

· Beitrag zur betrieblichen Mitarbeitervorsorge (1,53 %).

Die Abgabenbelastung beträgt daher insgesamt 29,81 % vom Bruttogehalt (bzw. 28,81 % für Sonder­zahlungen).

 

Im Falle eines Vertretungs­verhältnisses hat der Ordinations­inhaber für den Vertreter keine Abgaben an die Behörden zu entrichten.

 

Arbeitnehmer/Vertreter

Anstellung

Werkvertrag

Einkunftsart

Gewinnermittlung

Der angestellte Arzt ist im ASVG versichert und erzielt Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit.

Anstellungsärzte können ihre Werbungs­kosten (zB  Beiträge zum Wohlfahrts­fonds, Ärztekammerumlage, vom Arbeitgeber nicht übernommene Fortbildungs­kosten und Fachliteratur) bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit berücksichtigen und in Ihrer Arbeitnehmerveranlagung geltend machen.

 

Der Vertreter erzielt Einkünfte aus selbständiger Arbeit.

Vertretungsärzte können den Gewinn in Form der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung oder im Wege der Pauschalierung ermitteln.

Wesentlich für den Vergleich, welches der beiden Systeme günstiger ist (in Form der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung oder der Pauschalierung), ist die Summe der pauschalierten Kosten. Sind diese im Verhältnis zum Umsatz höher als 12%, so ist die Pauschalierung kaum attraktiv. Zu den nicht pauschalierten Kosten zählen Sozialversicherungs-beiträge, Wohlfahrts­fondsbeiträge und Ärztekammerbeiträge.

Ein Vergleich, ob die Pauschalierung oder die tatsächlichen Ausgaben besser sind, sollte daher immer durchgeführt werden.

Achtung es gibt eine Sperrfrist von 5 Jahren für die erneute Inanspruch-nahme nach Wechsel von Pauschalierung und Einnahmen.- Ausgabenrechnung!

Im Rahmen der Einkünfte aus selbständiger Arbeit steht den Vertretungsärzten auch der Gewinnfrei­betrag zu.

Abgabenbelastung

· SV Beitrag (18,12%/17,12% bei Sonderzahlungen)

· Ärztekammerumlage

· Beitrag zum Wohlfahrtsfonds
(9% des Bruttobezuges)

· Lohnsteuer

· SV Beitrag in GSVG/FSVG

· Ärztekammerumlage

· Beitrag zum Wohlfahrtsfonds (€ 9.506,85 p.a., in viertel-jährlicher anteiliger Vorschreibung)

· Einkommenssteuer

 

 

 

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