Neuerungen beim Wohlfahrtsfonds (Concisa) ab 2014

Ab dem Jahr 2014 gewährt der Wohlfahrtsfonds eine verlängerte Beschwerdefrist von 4 Wochen. Im untenstehenden Beitrag finden Sie alle Neuerungen zur Concisa sowie wichtige Informationen betreffend die Berechnung der Bemessungsgrundlage.

Was ist der Wohlfahrtsfonds?

Die Pensionen bzw. Leistungen des Wohlfahrtsfonds werden durch die Einnahmen auf Grund der Beitragsordnung finanziert. Es handelt sich bei der ärztlichen Pensionsvorsorge überwiegend um ein Umlagesystem, bei dem eine Ausgeglichenheit von Einnahmen (Beiträge der aktiven ÄrztInnen) und Ausgaben (Pensions- und Unterstützungszahlungen an die Leistungsberechtigten) den langfristigen Bestand absichert.

Neues zur Concisa

Mit dem Jahr 2014 kam es zu einigen wichtigen Änderungen:

  • Ab 01.01.2014 entscheidet über Beschwerden gegen Bescheide des Präsidenten der Ärztekammer für Wien das zuständige Landesverwaltungsgericht. 
  • Die Rechtsmittelfrist beträgt dann allgemein 4 Wochen ab Zustellung des Bescheides (anstatt früher 2 Wochen). 
  • Schaffung einer Möglichkeit der Befreiung von der Beitragspflicht (ausgenommen Beiträge für die Krankenunterstützung für Bezieher der Altersversorgung, die weiterhin ärztlich tätig sind).

Grundsätzlich sind zur Berechnung der Kammerumlagen für das Jahr 2014 die Daten des Jahres 2011 erforderlich. Sollten Sie sich jedoch erst nach 2011 oder später in die Ärzteliste eintragen haben lassen, sind die Daten des Jahres 2014 ausschlaggebend.

Ermittlung der Bemessungsgrundlage

Grundsätzlich gelten folgende Werte (vor Hinzurechnung der entrichteten Fondbeiträge etc.):

  • Bemessungsgrundlage < € 18.000,00 – Fondsbeitrag 10,10 % 
  • Bemessungsgrundlage > € 18.000,00 – Fondsbeitrag 14,20 %

Folgende Einkommensbestandteile werden in die Bemessungsgrundlage des Fondsbeitrages einbezogen:

  • Jahresbruttogehalt (abzüglich der anteiligen Werbungskosten) 
  • Sonderklassegelder 
  • Überschuss aus selbstständiger ärztlicher Tätigkeit (inkl. Gewinnanteile aus Gesellschaften und Gruppenpraxen) 
  • die im Bemessungsjahr entrichteten Beitragszahlungen („Fondsbeitrag von vor drei Jahren“)

Zur Bemessungsgrundlage zählen nur Einkünfte aus ärztlicher bzw. zahnärztlicher Tätigkeit. Neben der kurativen Tätigkeit gelten als ärztliche Tätigkeiten jedenfalls (demonstrative Aufzählung):

  • Erstellung von medizinischen Gutachten 
  • Vorträge zum Thema Medizin 
  • Lehraufträge für medizinische Fächer 
  • Forschungstätigkeit im Bereich Medizin 
  • medizinische Konsulententätigkeit 
  • Geschäftsführertätigkeit eines ärztlichen Leiters oder eines stellvertretenden ärztlichen Leiters 
  • Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) 
  • Einnahmen aus der Vermietung einer Ordination oder aus der Vermietung von Ordinationsgeräten 
  • Totenbeschau 
  • bei Amts-, Militär- und Polizeiärzten mit freiberuflicher Tätigkeit: sowohl das Einkommen aus amtsärztlicher als auch aus freiberuflicher Tätigkeit werden in die Bemessungsgrundlage einbezogen.

Alle Einkünfte aus nichtärztlichen/nicht zahnärztlichen Tätigkeiten fallen nicht in die Bemessungsgrundlage.

Termine für die Fondsbeitragsabrechnung 2014

  • bis 15. Juni 2014: Rücksendung der ausgefüllten Erklärungen 
  • bis 31.März 2015: Übermittlung der Einkommensunterlagen für all jene ÄrztInnen mit Eintragung in die Ärzteliste/Zahnärzteliste nach 2011 
  • bis 31.Mai 2015: Versand der Bescheide über den endgültigen Fondsbeitrag 2014 
  • bis 4 Wochen nach Rechtskraft des Bescheides: Rückzahlung der Guthaben aus der Fondsbeitragsendabrechnung, sofern der Rücksendeabschnitt rechtzeitig übermittelt wurde.

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